Kinder-Training (6-10 Jahre)

Methoden

Vertrauensatmosphäre

Die wichtigste Grundlage unserer Trainings bildet die Schaffung einer Vertrauensatmosphäre für die Kinder. Pädagogische Fertigkeiten und emotionales Einfühlungsvermögen sind daher Grundvoraussetzungen bei unseren speziell ausgebildeten Trainern.

Ein Wesensmerkmal unserer Arbeit ist es, Ängste während des Trainings bei den Kindern gar nicht erst aufkommen zu lassen. Vielmehr vermitteln wir alle Themen über einfühlsame, spannende und kindgerechte Geschichten, interaktive Gespräche und auf die Möglichkeiten der Kinder angepasste Rollenspiele mit kleinen und großen Konflikten sowie mit sehr viel Humor – spielerisch und doch intensiv und praxisnah.

Elternanwesenheit und Elternrunden

Die Kinder-Trainings finden stets in Anwesenheit mindestens eines Elternteils statt. Präventionsarbeit ist ohne Eltern nicht möglich, weil wir z.B. die Verantwortung für präventive Strategien gegen sexuelle Übergriffe nicht den Kindern überlassen können. Außerdem ermöglicht das gemeinsame „Erleben” des Trainings den Eltern, auch nach dem Training immer wieder auf die Inhalte zurückzugreifen und so alltägliche Probleme mit den Kindern besser besprechen zu können. Mit regelmäßigen Wiederholungen im familiären Umfeld wird zudem eine hohe Nachhaltigkeit erzielt.

Die Eltern sind während des Trainings passive Beobachter, die die Gelegenheit bekommen, die Trainingsinhalte „aus den Augen der Kinder” beobachten zu können. Zwischen den Zeilen lesend erkennen sie daher sehr schnell, worauf wir mit den unterschiedlichen Inhalten abzielen. Während des Trainings führen wir mehrere Elternrunden – ohne Kinder – durch, bei denen wir die Trainingsinhalte aufarbeiten und Hintergrundinformationen geben. Hier haben die Eltern Gelegenheit, sich ihre Fragen ausführlich beantworten zu lassen.

Praxis- und erlebnisnahe Rollenspiele

Eine Vielzahl der Konflikt- und Gefahrensituationen sowie unterschiedliche realistische Lebenssituationen werden im Training simuliert, um den Kindern mit möglichst vielen verschiedenen Modellen Lösungsmöglichkeiten vorzustellen. Jeder einzelne Teilnehmer kann so sein eigenes Verhalten schulen und überprüfen.

Selbstverteidigung

Wenngleich die verbale Selbstbehauptung und deeskalierenden Konfliktbewältigungsmethoden im Vordergrund unserer Trainings stehen, zeigen wir auch effektive und einfach umsetzbare Verteidigungstechniken. Körperliche Gegenwehr führt häufig schon allein zum Abbruch von Gewaltdelikten, wenn sie energisch genug demonstriert wird. Auch hier gilt „Täter suchen Opfer, keine Gegner!” Andererseits wirkt sich eine erfolgreiche Selbstbehauptung – ob körperlich oder verbal – positiv auf das Vertrauen in das eigene Selbst aus. Die Selbsterfahrung innerhalb des Trainings führt zu einem positiveren Selbstbild und so zu einem sichereren Auftreten.

Abschlussveranstaltung

Bei unserer Abschlussveranstaltung mit einer Außenübung überprüfen wir schließlich, ob die Kinder die Inhalte des Trainings verinnerlicht haben oder ob wir im Einzelfall eine – kostenlose – Wiederholung bestimmter Elemente empfehlen.