Kinder-Training (6-10 Jahre)

Ziele

Selbstvertrauen stärken

„Täter suchen Opfer, keine Gegner!” - Nach diesem Leitsatz trainieren wir unsere Teilnehmer, um sie in Gefahrensituationen nicht in eine Opferrolle drängen zu lassen. Menschen, die selbstsicher auftreten, werden von der Umwelt stärker wahrgenommen und entziehen sich so dem „Opferschema”.

Das hierfür benötigte Selbstvertrauen kann nicht vermittelt werden, vielmehr muss der Mensch seine Stärken erleben. In unseren Trainings erfahren die Kinder ihre eigenen Stärken, aber auch ihre Schwächen. Dies ist wichtig, damit sie in Konflikten eine realistische Bewertung der Situation und ihrer eigenen Handlungskompetenz vornehmen können.

Gefahren erkennen und vermeiden

Mit der Sensibilisierung der Kinder, auf ihr „Bauchgefühl” zu hören, stärken wir die Kompetenz intuitiver Entscheidungsprozesse, die mittlerweile wissenschaftlich belegt sind. Angst wird durch das Training als positiver Indikator für Gefahrensituation wahrgenommen und nicht als handlungshemmender Gefühlszustand. Dies ermöglicht den Kindern, gefährliche Situationen, Bedrohungen oder Konflikte rechtzeitig zu erkennen, zu vermeiden oder sich darauf einzustellen.

Selbstbehauptungstechniken verbessern

Für unvermeidbare Konfliktsituationen zeigen wir in unserem Training deeskalierende Verhaltensweisen und verbale Selbstbehauptungstechniken, um Konflikte frühzeitig und gewaltfrei zu beenden. Gleichzeitig vermitteln wir Möglichkeiten, um die Umwelt aufmerksam zu machen und so unter Umständen Hilfe von Dritten einzuholen.

Handlungsfähigkeit erhalten

In Konflikt- und Gefahrensituationen wird in der Regel Stress ausgelöst, der zwar die körperliche Leistungsfähigkeit steigert, psychisch allerdings zu einer Handlungsunsicherheit bzw. zu einer Handlungsunfähigkeit führen kann. In unseren Trainings verinnerlichen die Teilnehmer Handlungsmuster, die in realen Konfliktsituationen automatisiert ablaufen können. Diese erhöhte Handlungssicherheit erlaubt den Einsatz von Selbstbehauptungstechniken auch im Stressfall.

Stärken der sozialen Bindung zwischen Eltern und Kindern

Mit ihrer Anwesenheit haben die Eltern die Möglichkeit, durch die Augen ihrer Kinder zu blicken, um so Ängste und Unsicherheiten zu erkennen und das Verhalten ihrer Kinder in unterschiedlichen Situationen zu „erleben”. Dieses Verhalten ist hauptsächlich bestimmt von dem Verhalten der Eltern, die im Training die Gelegenheit haben, ihre eigenen Einstellungen zu überprüfen und einem Veränderungsprozess (Wissenserweiterung) zuzustimmen. Ihre positive Vorbildfunktion wird im Verlauf des Trainings immer wieder herausgestellt und kann so zu einer Stärkung der Elternrolle sowie zu einer engeren sozialen Bindung zwischen Kindern und Eltern führen.

Förderung und Erweiterung prosozialer Verhaltensfertigkeiten

Ein weiterer Bestandteil unseres Trainings ist die Sensibilisierung der Kinder für Konflikte, in die sie nicht unmittelbar involviert sind. Sie lernen Möglichkeiten und Grenzen, anderen in Konflikten oder Gefahren zu helfen, Selbst- oder Fremdgefährdungen zu vermeiden, sich zu engagieren, Verantwortung zu übernehmen und damit ihre sozialen Kompetenzen zu stärken.