Teenie-Training (11-13 Jahre)

Ziele

Konfliktfähigkeit stärken

Bei unseren Sicherheitstrainings für Teenies berücksichtigen wir die speziellen Probleme dieses Lebensabschnittes von Anfang an und vermitteln mit konkreten Vorschlägen zwischen den Generationen. In unserem Training helfen wir den jungen Menschen auf dem schmalen Grat zwischen Selbstbewusstsein und Rebellion.

Wir wollen die Konfliktfähigkeit der Kinder und Jugendlichen stärken, damit sie sich trauen, ihre Werte auch gegen Gruppendruck zu verteidigen. Wir helfen ihnen dabei, ihre eigenen Grenzen und Meinungen zu finden und mit dem Risiko umzugehen, damit auf Widerstand zu stoßen.

Selbstvertrauen stärken

„Täter suchen Opfer, keine Gegner!” Deshalb stärken wir das Selbstvertrauen unserer Teilnehmer. Menschen, die selbstsicher auftreten, werden von der Umwelt stärker wahrgenommen und entziehen sich so dem „Opferschema”. Sie geraten gar nicht erst in den Fokus möglicher Täter.

Wir machen den Teilnehmern sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen bewusst. Nur so können sie Konflikte realistisch einschätzen und selbstbewusst entscheiden, welche Reaktion angemessen und konstruktiv ist.

Gefahren erkennen und vermeiden

Wir sensibilisieren unsere Teilnehmer, auf ihr Bauchgefühl zu hören und ermutigen sie, intuitive Entscheidungen zu treffen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass oft die Reaktionen die Richtigen sind, die dem Bauchgefühl folgen.

Im Training machen wir deutlich, dass Angst kein lähmendes Gefühl sein muss, sondern dabei hilft, Konflikte oder gefährliche Situationen rechtzeitig zu erkennen. Dann kann man sie vermeiden oder sich zumindest darauf einstellen.

Selbstbehauptungstechniken verbessern

Falls sich ein Konflikt nicht vermeiden lässt, vermitteln wir in unserem Training Verhaltensweisen, die den Konflikt entschärfen. Dies geschieht zunächst verbal und gewaltfrei.

Darüber hinaus zeigen wir Möglichkeiten, wie man die Umwelt auf eine brenzlige Situation aufmerksam macht und die Hilfe von Dritten aktivieren kann.

Handlungsfähigkeit erhalten

In Konflikt- und Gefahrensituationen wird in der Regel Stress ausgelöst. Das kann die Opfer lähmen und handlungsunfähig machen. Unsere Teilnehmer verinnerlichen während des Trainings bestimmte Handlungsmuster solange, bis sie in der Lage sind, sie in realen Konflikten automatisch abzurufen. Sie können die erlernten Selbstbehauptungstechniken anwenden und sind somit auch bei Stress handlungsfähig.

Grenzen ziehen, behaupten und respektieren

Um selbstbewusst mit anderen Menschen umgehen zu können, muss man sich gegenseitig respektieren und gewisse Grenzen beachten.

Es ist wichtig, einerseits fremde Grenzen zu akzeptieren und andererseits seine eigenen Grenzen zu finden und zu behaupten. Nur so kann Kommunikation und Konfliktfähigkeit funktionieren.

Deshalb beschäftigen wir uns im Training ausführlich mit der individuellen Definition von Nähe, Distanz und Grenzen.

Kleine und große Konflikte

Die im Training behandelten Konflikte sind vielfältig. Ob kleinere Auseinandersetzungen, Mobbing in der Schule oder sexualisierte Gewalt - wir bereiten die Teenager darauf vor, sich zielgerichtet auf Gefahrensituationen einzustellen und angemessen zu reagieren. Der Fokus richtet sich dabei weniger auf Extremsituationen als vielmehr auf belästigende Übergriffe unterschiedlicher Art. Gemeinsam mit den Teilnehmern hinterfragen wir das eigene Konfliktverhalten und erarbeiten konstruktive Lösungen.

Selbstverteidigung

Die verbale Selbstbehauptung und Methoden zur deeskalierenden Konfliktbewältigung stehen bei unserem Training im Vordergrund. Darüber hinaus zeigen wir aber auch körperliche Verteidigungstechniken, die effektiv und einfach umzusetzen sind.

Körperliche Gegenwehr führt häufig allein deshalb zum Abbruch von Gewaltdelikten, wenn sie energisch genug demonstriert wird. Auch hier gilt der Grundsatz „Täter suchen Opfer, keine Gegner!”. Mit einer selbstbewussten Verteidigung kann man einen körperlichen Angriff oftmals schnell beenden.

Bei der Selbstverteidigung lernen unsere Teilnehmer nicht nur konkrete Techniken, sondern werden auch mit realistischen Situationen konfrontiert.